Samstag, März 29th, 2008
Was Untersuchungen im Rahmen der Handball-WM 2007 schon zeigten, haben Forscher der Universität Lübeck nun erstmals experimentell bewiesen: Stress beschleunigt den Haarausfall. Und das nicht nur bei leistungsdruck- und stressgeplagten Handballern, auch der normale Durchschnittsbürger hat damit zu kämpfen, immerhin steht etwa 75% der Bevölkerung (Tendenz steigend) unter dauerhaftem Stress.
Neben Gesundheitsbeschwerden wie Schlafstörungen und Kopfschmerzen bewirken die vermehrt gebildeten Stresswirkstoffe die Bildung vom „CRH-Hormon“ (Corticotropin, ein bestimmtes Stresshormon, Releasing Hormone). Dieses wiederum löst einen Energiemangel aus, der nicht nur eine Verkürzung der Haarwachstumsphase bewirkt, sondern auch den Anteil der Haare in der Ruhephase vergrößert. An den Haarwurzeln hinterlässt also schon eine geringe Menge der Stresshormone derartige Schäden, dass es zum verstärktem Haarausfall kommt.
Doch es gibt auch eine gute Nachricht! Koffein, auch das bewiesen die Lübecker Forscher, wirkt dem „CRH-Hormon“ entgegen, ergo auch dem verstärktem Haarausfall. Da die Forschung der Lübecker Uni erneut die gerade auf Haarwurzeln positiven Effekte von Koffein bewiesen hat, möchte Adolf Klenk, Leiter der Uni-Forschung, nun auch weitere Experimente anregen.
Quelle: Dr. Wolff-Forschung , 28.03.2008 - NPO
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Freitag, Februar 22nd, 2008
Neben Umweltfaktoren spielen beim Haarausfall in erster Linie die Gene eine wichtige Rolle. Welche Gene dies genau sind, klären zur Zeit Wissenschaftler an verschiedenen deutschen Hochschulen. Hauptverdächtiger scheint das Chromoson 3 zu sein. Die Studio erscheint am 7. März im “American Journal of Human Genetics” und ist auch für die Herzforschung interessant - denn Männer mit Glatze tragen ein höheres Risiko an Arteriosklerose zu erkranken.
Die Forscher sind auf der Suche nach Männern unter 39 Jahren mit Haarausfall und Männer über 60 Jahren mit vollem Haar, die gegen eine Aufwandsentschädigung an der Studie teilnehmen möchten.
Quelle und weitere Informationen unter idw-online
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Dienstag, Oktober 16th, 2007
Haarausfall - seit Menschengedenken beschäftigt dieses Problem Wissenschaftler und Mediziner, aber auch die Betroffenen in aller Welt. Volles Haar wird vielfach mit Attributen Jugendlichkeit, Attraktivität und Dynamik verbunden, während schütteres Haar vornehmlich von den Betroffenen als Diskriminierung empfunden wird.
Vor dem Hintergrund des wachsenden Hautkrebsrisikos durch schädigende Sonneneinflüsse (Ozonloch) bekommt die Problematik des Haarausfalls nicht nur eine psychologischen sondern auch einen medizinischen Aspekt.
Mit Mitteln gegen Haarausfall, wie Haarwasser, Shampoos, Tinkturen und Medikamenten werden weltweit jährlich Milliardenumsätze erzielt, ohne dass bis heute ein entscheidender Durchbruch auf diesem Gebiet erreicht wurde. Auch das kürzlich in den Medien behandelte Thema “Haarwuchs durch Genmanipulation” ist Zukunftsmusik und wird frühestens in 10 Jahren einen Behandlungsansatz bieten, dessen Ausgang und Langzeitresultat noch unklar ist.
Die Betroffenen wollen aber nicht auf mögliche Entwicklungen warten, sie wünschen die sofortige und dauerhafte Lösung ihres Problems. Das Haar, aber auch die Haarwurzel, sind oftmals Spiegel von Erkrankungen. Deshalb ist eine wissenschaftliche Haaranalyse beim Hautarzt sinnvoll. Mit Medikamenten kann leider nicht in allen Fällen geholfen werden. Besonders bei bestimmten hormonellen Ursachen des Haarausfalls ist das “Wundermedikament” noch nicht erfunden worden und auch die Genforschung steckt hier noch in den Kinderschuhen.
50-60 % aller Männer verlieren durch das schicksalhafte Zusammenspiel der männlichen Hormone und Erbfaktoren mehr oder weniger stark Haare. Es sind zunehmend junge Männer betroffen, die sich mit diesem Schicksal nicht abfinden wollen. Ob in diesen Fällen auch zunehmend schädigende Umwelteinflüsse eine Rolle spielen, ist noch nicht erwiesen. Auch bei Frauen kann es zu gleichartigen Krankheitsbildern kommen, was für deren Psyche und Wohlbefinden einer Katastrophe gleicht.
Bei einer Eigenhaartransplantation werden gesunde eigene Haarwurzeln mikrochirurgisch in kahle Stellen eingepflanzt. Diese Wurzeln (meist aus dem Hinterkopfbereich - Haarkranz) sind durch Hormone nicht angreifbar, weshalb der Haarwuchs in den behandelten Gebieten lebenslang erhalten bleibt. Wie vor jedem Eingriff muss eine ausführliche ärztliche Beratung über Möglichkeiten und Grenzen stattfinden. Die Betroffenen sollten sich einem Spezialisten anvertrauen.
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Dienstag, Oktober 9th, 2007
Ausschlaggebend kann zum Beispiel die familiäre Veranlagung, ein Unfall oder sogar eine Krankheit sein. Aus diesen Gründen ist eine professionelle Diagnose unabdingbar. Informationen zu Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten sollten von seriösen Hautärzten und Hautuniversitätskliniken eingeholt werden.
Besonders häufig treffen wir bei Männern den androgenetischen Haarausfall an. Dieser ist hormonell und erblich bedingt und es fallen die Harre um den Bereich der Geheimratsecken, des Tonsurbereichs und des Haaransatzes aus. Die Haarwurzeln bleiben jedoch erhalten und lassen sich für eine Haartransplantation nutzen. Durch intelligente Umverteilung des Haarwurzeln kann ein dauerhaft natürlicher Haarwuchs erreicht werden. Was nur wenig wissen ist, dass auch Frauen immer stärker betroffen sind. Wie bei den Männern ist die Haartransplantation eine Möglichkeit der Therapie.
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