Wenn ein paar mehr Haare auf dem Kissen, im Kamm oder im Sieb gefunden werden, geraten viele Menschen bereits in Panik. Doch nicht immer müssen einige verlorene Haare ein Grund zur Aufregung sein.
Bevor „Haarausfall“ diagnostiziert wird, müssen viele Punkte in Lebensstil und Gesundheit überprüft werden.
Generell leiden Männer an einem erhöhten Risiko von Haarausfall betroffen zu werden. Sind in der Verwandtschaft Fälle von Haarausfall oder früher Glatzenbildung bekannt, ist das Risiko naturgemäß höher.
Wer den Verdacht hegt, an Haarausfall zu leiden, sollte über einen längeren Zeitraum seine verlorenen Haare zählen und genau betrachten. Bis zu 100 verlorene Haare sind täglich ganz normal. Sehen die Haare gesund aus oder eher trocken und brüchig? Sind die Haare einfach abgebrochen oder kann man die Wurzel noch erkennen (hierbei kann man Arzt, Apotheker oder auch den Frisör um Rat fragen). Man spricht medizinisch gesehen nur von Haarausfall, wenn die Haare mitsamt der Wurzel ausfallen.
Wie geht man generell mit seinen Haaren um? Ist das Haar gefärbt, trägt man eine Dauerwelle, werden die Haare heiß geföhnt? All dies sind Faktoren, die die Haare angreifen und eventuell das Risiko für Haarausfall erhöhen können.
Wie steht es um die generelle gesundheitliche Konstitution? Wer unter erhöhtem Stress oder Depressionen leidet, schwanger ist bzw. gerade ein Kind geboren hat, kann zeitweise an vermehrtem Haarausfall leiden, welcher sich in den meisten Fällen jedoch wieder legt. Auch kurz nach der Pubertät oder während der Wechseljahre kann es vorübergehend zu stärkeren Haarverlusten kommen.
Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Wer sich sehr unausgewogen ernährt, schädigt eventuell Haut und Haare. Ebenso können Medikamente den Haarwuchs beeinflussen.
Falls man alle anderen Faktoren ausgeschlossen hat und schon längere Zeit das Gefühl hat, vermehrt Haare zu verlieren, sollte auf jeden Fall einen Arzt konsultieren. Dieser kann die Art des Haarausfalls bestimmen, bevor es zu einer wirksamen Behandlung kommt.